Knochenringtechnik

  • Knochenringtechnik
    Pilotbohrung
  • Knochenringtechnik
    Fräsen des Ringbetts mit einem Trepan
  • Knochenringtechnik
    Planieren des ortsständigen Knochens mit einem Planator
  • Knochenringtechnik
    Anpassen der Höhe mit einer Diamantscheibe
  • Knochenringtechnik
    Implantatbohrung durch den gesetzten Knochenring
  • Knochenringtechnik
    Implantatinsertion durch den Knochenring
  • Knochenringtechnik
    Glätten scharfer Kanten
  • Knochenringtechnik
    Abdecken des Knochenrings mit cerabone®
  • Knochenringtechnik
    Abdecken mit gepinnter Jason® membrane
  • Knochenringtechnik
    Spannungsfreier Wundverschluss
Die Knochenringtechnik ist eine chirurgische Methode, die eine Knochenaugmentation mit gleichzeitiger Implantation ermöglicht. Gegenüber der konventionellen Knochenaugmentation mit Blöcken oder Granula verkürzt die Ringtechnik die Behandlungszeit um mehrere Monate. Die Knochenringtechnik ermöglicht vertikale/horizontale Augmentation und Knochenneubildung und vereinfacht dabei gleichzeitig die chirurgische Behandlung von dreidimensionalen Defekten. Die Technik ist in den meisten Indikationen anwendbar, inklusive externem Sinuslift mit geringer Knochenhöhe. In der klassischen Anwendung mit autologen Ringen werden die Ringe intraoral meist aus dem Kinn oder dem Gaumen mit einem Trepan entnommen. Der so gewonnene Knochen wird in eine trepangebohrte Empfängerstelle übertragen. Anschließend wird das Implantatbett durch den Ring vorbereitet und das Implantat im ortsständigen Knochen fixiert. Die Integration des Knochenrings und Implantates erfolgt durch den umliegenden vitalen Knochen.

Wundverschluss

Ein Abwägen der Weichgewebesituation vor dem Eingriff ist notwendig. Ebenso ist ein spannungsfreier Wundverschluss entscheidend für den Erfolg der Augmentation.

Rehydrierung

maxgraft® bonering muss nicht rehydriert werden. Die Vorbereitung des Knochenbetts mit dem maxgraft® bonering surgical kit stellt den direkten Kontakt des Ringes mit vitalem Knochen sicher und führt zur Versorgung des Ringes mit Blut. Dadurch wird eine schnelle Integration von Knochentransplantat und Implantat erreicht.

Re-entry

maxgraft® bonering wird mit einem geeigneten Implantat primärstabil im Knochen fixiert. Die prothetische Versorgung des Implantates sollte ungefähr 6 Monate nach Implantation erfolgen, um eine Resorption durch mangelnde mechanische Belastung zu vermeiden.

Kombination mit bovinem Knochenersatzmaterial

Die Verwendung von maxgraft® bonering und cerabone® kombiniert die Vorteile beider Materialien. Während maxgraft® über ein biologisches Potenzial verfügt, bietet cerabone® Volumenstabilität, welche vor Resorption schützt und das ästhetische Ergebnis verbessert.

Transplantat Exposition

Dehiszenzen und Transplantatfreilegungen können Komplikationen bei der Ring-Augmentation darstellen. Nachdem nekrotisches Weichgewebe und infizierter Knochen entfernt wurden, sollte das Augmentationsgebiet mit Chlorhexidin gespült werden. Dafür können rotierende Instrumente benutzt werden. Danach muss das Gebiet wieder vollständig mit Weichgewebe gedeckt werden, wenn nötig mit freiem Schleimhauttransplantat.

Augmentation durch Einsetzen eines maxgraft® bonering
Augmentation durch Einsetzen eines maxgraft® bonering

botiss bietet mit dem maxgraft® bonering vorfabrizierte allogene Knochenringe an. Diese reduzieren mit der Knochenentnahme assoziierte Komplikationen, wie post-operative Schmerzen oder das Risiko von Infektionen, sowie die Operationszeit. maxgraft® bonering ist ein sicheres und steriles allogenes Produkt, das von Lebendspendern gewonnen wird. Die Ringe werden passgenau in ein trepangefräßtes Ringbett platziert und mit einem Implantat primärstabil fixiert.

botiss bietet mit dem maxgraft® bonering surgical kit alle notwendigen Instrumente für die Anwendung an. Der erste Schritt des chirugischen Vorgehens ist das Festlegen der Implantatposition mit dem Pilotbohrer. Danach wird mit dem Trepan und dem Planator das Ringbett vorbereitet. Dies ermöglicht den optimalen Kontakt von maxgraft® bonering mit dem ortsständigen Knochen und dadurch eine schnelle Revaskularisierung. Mit dem maxgraft® bonering kann eine vertikale Augmentation von 2-3 mm erreicht werden. Für Augmentationen im stark atrophierten Unterkiefer (bei parallel-wandigem Kieferkamm) sind mindestens 4 mm Breite notwendig, um den Knochenring primärstabil zu fixieren. Die Technik kann außerdem für den einzeitigen Sinuslift mit begrenzter Knochenhöhe (1-4mm) angewendet werden. In dieser Indikation sorgt die Anwendung einer Membranschraube/Fixationsschraube dafür dass der Ring und das Implantat im Sinus fixiert werden.

Als Resorptionsschutz wird das Überdecken des Defektes mit einem bovinen Knochenersatzmaterial (cerabone®) und einer Kollagenmembran empfohlen. Aufgrund ihrer langen Standzeit ist die Perikardmembran Jason® membrane die optimale Wahl. Ein spannungsfreier Wundverschluss minimiert zudem das Risiko von Dehiszenzen und Transplantatfreilegung.

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