Socket Preservation - Spätimplantation

  • Socket Preservation - Spätimplantation
    Extraktionsalveole
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    Auffüllen mit cerabone® und Abdecken mit Jason® fleece
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    Schrittweise Regeneration der Alveole
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    Erhalt der Kieferkontur nach 6 Monaten
Die Alveole ist mit Bündelknochen ausgekleidet, in welchen die parodontalen Fasern einstrahlen. Da die Ernährung des Bündelknochens vom Parodont des umgebenen Zahnes erfolgt, resorbiert dieser nach Zahnextraktion. Dieses kann dazu führen, dass bei dünnem bukkalem Knochen die gesamte bukkale Knochenwand resorbiert wird. Ein Füllen der Alveole mit Knochenersatzmaterial verhindert zwar nicht die Resorption des Bündelknochens, hält aber das Volumen der Alveole aufrecht und ermöglicht damit das Spätere Setzen von Implantaten. Zudem wird das ästhetische Ergebnis der finalen Prothetik verbessert. Bei der Spätimplantation wird die Nutzung eines langsam resorbierbaren Knochenersatzmaterials (z.B. cerabone®) empfohlen, um eine langzeitige Volumenstabilität zu erzielen. Dieses ist besonders dann von hoher Wichtigkeit, wenn der Implantationszeitpunkt noch nicht festgelegt ist oder wenn eine konventionelle Versorgung geplant ist.

Regenerationszeit

Eine Heilungszeit von mindestens 6 Monaten wird vor dem Setzen der Implantate empfohlen um eine stabile Integration der Partikel sicherzustellen. Ein früherer Re-entry ist möglich, wenn cerabone® mit allogenen maxgraft® Granula oder autologen Knochenchips gemischt wird.

Abdecken der Alveole

Wenn die Knochenwände intakt sind, dann ist die Applikation einer Barrieremembran nicht notwendig. Dennoch wird generell empfohlen die Alveole abzudecken, wenn mit einem Knochenersatzmaterial gearbeitet wird. Jason ® fleece trägt dazu bei die Migration der Partikel zu verhindern und schützt die Alveole.

Extraktionsalveole mit intakter Knochenwand - Dr. A. Puisys
Extraktionsalveole mit intakter Knochenwand - Dr. A. Puisys

Um die optimale Bildung neuen Knochens zu unterstützen, können cerabone® Granula mit allogenem Knochen vermischt werden (maxgraft® Granula). Diese Herangehensweise kombiniert die Vorteile beider Materialien (biologisches Potential allogener Materialien mit der Langzeitstabilität bovinen Knochens) und führt zu einer schnellen Regeneration sowie der Bildung eines festen vitalen Knochens. Wenn Langzeitstabilität nicht notwendig ist, stellt die synthetische Knochenpaste maxresorb® inject eine gute Alternative bei diesem Verfahren dar. Die Paste kann einfach in die Alveole appliziert werden. Seine einzigartige Komposition, basierend auf einem nano-Hydroxylapatit-Gel, fördert die ossäre Regeneration. Eine weitere Alternative, die ebenfalls eine einfache Handhabung aufweist, ist die Verwendung von collacone® max. Der Kegel ist ein Kompositmaterial aus biphasischen Calciumphosphat Granula, die in eine Kollagenmatrix eingebettet sind.  collacone® max kann mit einer Pinzette einfach in die Alveole eingesetzt werden.

„Socket Preservation“ bezeichnet üblicherweise das Auffüllen einer intakten Alveole mit Knochenersatzmaterial. In diesem Fall ist die zusätzliche Verwendung einer Membran wie z.B. der collprotect® membrane nicht für die ossäre Regeneration notwendig, fördert aber die Stabilisierung des Materials und verhindert dessen Migration in die Mundhöhle. Dieses ist besonders dann wichtig, wenn die Alveole nicht mit dem Mukosalappen geschlossen werden kann. Zum Abdecken der Alveole stellt Jason® fleece eine kostengünstige Alternative zu Barrieremembranen dar. Das Kollagenfleece schützt Alveole und Knochenersatzmaterial, unterstützt die Wundheilung und kann offen einheilen. Eine Alternative ist der Verschluss der Alveole mit mucoderm® (Socket Seal Technik). Alternativ können gefüllte Alveolen in einem Verfahren zur offenen Einheilung mit einer dichten PTFE Membran wie permamem® abgedeckt werden. Aufgrund seiner dichten Struktur stellt die Membran eine effiziente Barriere gegen eine bakterielle und zelluläre Penetration dar und kann daher in der Socket oder Ridge Preservation zur offenen Einheilung verwendet werden.

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