Socket Seal Technik

  • Socket Seal Technik mit mucoderm®
    Frische Extraktionsalveole
  • Socket Seal Technik mit mucoderm®
    Alveole mit einem Blutkoagel gefüllt
  • Socket Seal Technik mit mucoderm®
    Alveolenverschluss mit mucoderm®
  • Socket Seal Technik mit mucoderm®
    Reorganisation des Granulationsgewebes
  • Socket Seal Technik mit mucoderm®
    Regeneration der Alveole
Gemäß des Prinzips der frühen Implantation wird bereits vor Beginn der knöchernen Regeneration implantiert. Der Zeitraum für die frühe Implantation liegt zwischen 4-8 Wochen nach der Zahnextraktion. In dieser Zeit ist die Regeneration des Weichgewebes abgeschlossen und potenzielle Entzündungen sind abgeklungen. Der Verschluss der Alveole erleichtert zudem spätere augmentative Maßnahmen, falls diese notwendig sein sollten. Nach der Extraktion kann die Alveole entweder mit einem Weichgewebetransplantat oder einer Kollagenmatrix, wie der mucoderm®, verschlossen werden um den Blutkoagel zu stabilisieren und diesen vor bakterieller Kontamination oder physikalischer Beanspruchung zu schützen. Beim klassischen Verfahren wird die Alveole mit einem autologen Transplantat, das aus dem Gaumen gestanzt wird, verschlossen. Um den Patienten diese Unannehmlichkeiten zu ersparen, kann die Kollagenmatrix mucoderm® als adäquate Alternative verwendet werden.

Rehydratation und Formänderung der mucoderm®

Vor der Anwendung sollte die mucoderm® für 10 Minuten in steriler Kochsalzlösung oder Blut rehydriert werden. Nach der Rehydratation kann die mucoderm® mit einer Schere oder einem Skalpell einfach in die passende Form und Größe geschnitten werden.

Deepithelisierung

Um die erfolgreiche Migration von Weichgewebszellen aus dem umliegenden Gewebe in die Matrix sicherzustellen, sollte der Zahnfleischsaum vor dem Anbringen der mucoderm® deepithelisiert werden.

Fixierung der mucoderm®

Um einen engen Kontakt zum Zahnfleischsaum zu gewährleisten, sollte die mucoderm® mit einer nicht-resorbierbaren Naht z.B. durch Einzel- oder Doppelnähte fixiert werden.

Alveole mit mucoderm® verschlossen

Nach der Zahnextraktion füllt sich die Alveole mit Blut. Die Gewebeverletzung aktiviert die Blutgerinnungskaskade und führt zur Bildung eines Blutkoagels. Der entstandene Blutpfropf bildet dabei den Ausgangspunkt für den Heilungsprozess und die Regeneration in der Alveole. Botenstoffe aus dem Blut regen die Gefäßneubildung (Angiogenese) an und rekrutieren Vorläufer-, Immun- und Gewebezellen, die den Koagel in Granulationsgewebe umbauen. Innerhalb weniger Wochen organisiert sich das Granulationsgewebe um und die knöcherne Regeneration setzt ein. Demzufolge ist die Bildung eines stabilen Blutkoagels für die Regeneration in der Alveole von besonderer Bedeutung und kann durch den Verschluss der Alveole unterstützt werden.

Die Socket Seal Technik dient zum Schutz der Alveole, sie verhindert einen Weichgewebekollaps und den Rückgang des keratinisierten Gewebes. Nach der Zahnextraktion kann die Alveole dazu mit einem Gewebetransplantat oder mit einer Kollagenmatrix verschlossen werden, welche an den Zahnfleischsaum genäht wird. Alternativ kann die Alveole vor dem Verschließen mit einem Knochenersatzmaterial gefüllt werden. Das Transplantat unterstützt die Bildung des Blutkoagels und schützt vor bakterieller Kontamination und physikalischen Einflüssen.

Für diese Indikation hat botiss speziell eine runde Form der mucoderm® entwickelt, die sehr einfach für die Socket Seal Technik anzuwenden ist und keiner weiteren Anpassung (Zuschneiden) bedarf.

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